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Low Tech Gebäude statt Kabelsalat

Einsparpotentiale monovalenter Gebäudeausrüstung, low tech TGA

Basis der Behaglichkeit in Häusern ist Energie. Ausgereifte Energiekonzepte ermöglichen Schutz vor Witterung, Trinkwasser, Strom zum Kochen und zur Unterhaltung, sowie frische Luft mit einer angenehmen Temperatur.

Dabei gehören Heizkörper, Flächenheizung und -Kühlung nicht zu unseren Grundbedürfnissen.

Es stellt sich die Frage: Ist ein Low Tech Haus ohne Komforteinbußen möglich?

Eine Heizung erzeugt in der klassischen TGA mehrere Temperaturen, die in verschieden Heizkreisen durch das ganze Gebäude zu den einzelnen Verbrauchern geführt werden. Die Kosten für Material und Montage steigen proportional zur Gebäudegröße und je nach Anzahl der Kreise.

Ziele Kostengünstiger und nachhaltiger Gebäudetechnik

  • Leitungswege verkürzen
  • Anzahl der Stränge / Rohrsysteme verringern
  • Kosten senken und trotzdem
  • die Bedürfnisse der Bewohner oder Nutzer der Gebäude versorgen.

Hotels sind ein Sinnbild des Komforts. Gäste fühlen sich wohl, weil all ihre Bedürfnisse gestillt werden. Enorme Trinkwasserpuffer mit Zirkulationssystemen garantieren eine heiße Dusche oder ein langes entspannendes Bad. Fancoils sind dezentrale Lufterhitzer und Klimaanlagen zugleich. Sie werden im zwei drei und Vierleitersystem angeboten. Sie benötigen diese Rohrsysteme um in Winter Vor- und Rücklauf zum Heizen und im Sommer mindesten Vorlauf zum Kühlen.

Schulgebäude, Kindergärten, Büros werden oft über eine zentrales Lüftungssystem versorgt. Häufig übernimmt diese Raumluft-technische-Anlage (RLT) nur die Heizfunktion und Splitgeräte kühlen bei Bedarf mit Strom.

Ein weiteres Konzept ist die Kühlung und Heizung über Deckenstrahlelemente. Über zwei Rohrstränge können diese Deckenstrahlplatten Heizen und Kühlen und die Frischluft wird isotherm eingeblasen.

Kombiniert man die Vorteile dieser Ansätze, kann man auf den Schluss kommen, dass Luft als Kühl- und Heizmedium genüge. Heizwasser als sehr guter Wärmeübertrager wird nur noch im Keller oder im Technikraum verteilt. Trinkwasserleitungen werden so klein wie möglich dimensioniert und die Zirkulation durch Ringleitungen ersetzt. Die Raumtemperatur wird vom Nutzer durch den Volumenstrom der Zuluft geregelt.

So werden die Leitungsstränge von einst

  1. Vor- und Rücklauf Heizung Heizkörper (60, 40 °C)
  2. Vor- und Rücklauf Heizung Fußboden-, Decken-, oder Wandheizung (40, 30 °C)
  3. Vor- und Rücklauf Kühlung (6, 15 °C)
  4. Trinkwasser kalt, -warm und Zirkulation
  5. Abwasser, Schmutz- und Regenwasser
  6. Lüftung Zu- und Abluft
  7. Strom, MSR, Datentechnik

auf

  1. Trinkwasser kalt, warm
  2. Abwasser, Schmutz- und Regenwasser
  3. Lüftung Zu- und Abluft
  4. Strom, MSR, Datentechnik

Reduziert.

Komfortsteigerung und Kostenersparnis durch low tech Systeme

Also von 15 auf 8 Stränge. Das Bedeutet eine Kosten- und Ressourcen-Ersparnis um beinahe 50 %. Zudem steigt die Nutzbare Wohnfläche durch kleinere Steigeschächte. Voraussetzung der Heizung und Kühlung mit Luft als Medium, ist das diese immer behaglich konditioniert wird. Siehe auch

Trockene Luft – sick building

Der Bedarf an Wohnraum in den Ballungszentren ist im Jahre 2018 wieder enorm gewesen. Will man günstigen Wohnraum für junge Familien schaffen brauchen wir innovative Ansätze und Mut zu Neuem.

Was bedeutet monovalent in der Gebäudetechnik?

Bivalente oder polyvalente Systeme sind z.B. zwei Heizkessel. Einer für die Grundlast und einer für die Spitzenlast. Oft wird auch auf alternierende Geräte oder auf Kesselkaskaden zurückgegriffen. Diese wechseln sich ab und bieten eine gute Versorgungssicherheit. Monovalent bedeutet, auf ein System zu setzen. Der Ausnutzungsgrad und die Effizienz der Geräte ist höher. Im Notfall muss das Facilitymanagement / Gebäudemanagement schnell agieren, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

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